Pressemitteilungen & Anträge

Prüfung der verkehrlichen Machbarkeit und Sinnhaftigkeit von Kreisverkehren entlang der Tiefenbronner Straße

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Fraktion der bürgerlichen Allianz Pforzheim beantragt, die Verwaltung möge die
verkehrstechnische Machbarkeit und verkehrliche Sinnhaftigkeit der Einrichtung von
Kreisverkehren an folgenden Knotenpunkten entlang der Tiefenbronner Straße prüfen:

Kantstraße / Tiefenbronner Straße
Kopernikusallee / Tiefenbronner Straße

Begründung:
Die genannten Kreuzungsbereiche gehören zu den zentralen Zubringern des Wildparks
Pforzheim, der zu den meistbesuchten öffentlichen Einrichtungen der Stadt zählt. An
Wochenenden, Feiertagen und in Ferienzeiten kommt es dort regelmäßig zu erheblichem
Verkehrsaufkommen mit entsprechenden Rückstaus, insbesondere im Bereich der
Tiefenbronner Straße. Diese Situation wird durch das wachsende Besucherinteresse am
Wildpark weiter verstärkt.

Hinzu kommt, dass sich im unmittelbaren Umfeld Hochschulgebäude, die Ludwig-ErhardSchule sowie mehrere Wohngebiete befinden, was zu einem weiteren Anstieg des
Individualverkehrs – insbesondere in Stoßzeiten – führt. In diesem Kontext entstehen
regelmäßig unübersichtliche Abbiegevorgänge, Wartezeiten und potenziell gefährliche
Verkehrssituationen für alle Verkehrsteilnehmer.
Kreisverkehre an den genannten Knotenpunkten könnten die Verkehrsströme besser lenken,
die Abbiegevorgänge vereinfachen und die Verkehrssicherheit – insbesondere auch für
Fußgänger und Radfahrende – spürbar verbessern.

Wir bitten daher um Prüfung insbesondere folgender Punkte:

  • Technische und räumliche Machbarkeit von Kreisverkehren an beiden Kreuzungen
  • Belastung durch Besucher-, Schul- und Durchgangsverkehr (mit besonderem
    Fokus auf Spitzenzeiten)
  • Unfalllage bzw. Verkehrsgefährdungen in den betreffenden Bereichen
  • Bewertung alternativer Entschärfungsmaßnahmen, falls ein Kreisverkehr nicht
    realisierbar sein sollte
  • Grobe Einschätzung von Kosten, Zeitrahmen und möglichen Fördermitteln.

Ziel des Antrags ist es, die verkehrliche Situation in einem hoch frequentierten
Bereich Pforzheims nachhaltig zu verbessern und die Sicherheit im Umfeld einer der
wichtigsten familienorientierten Einrichtungen der Stadt zukunftssicher zu gestalten.

Prüfung der Einrichtung von Kreisverkehren im Rahmen der verkehrlichen Weiterentwicklung des Rodgebiets

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die Fraktion der bürgerlichen Allianz Pforzheim beantragt, im Rahmen der verkehrlichen
Weiterentwicklung des Rodgebiets die Möglichkeit zur Einrichtung von Kreisverkehren an
folgenden Kreuzungen zu prüfen:

Postwiesenweg / Vogesenallee / Genossenschaftsstraße
Werner-Siemens-Straße / Vogesenallee / Gustav-Rau-Straße
Schoferweg / Vogesenallee

Begründung:
Diese Kreuzungsbereiche sind stark frequentiert und zeichnen sich durch hohe
Verkehrsbelastung, gemischte Verkehrsströme (Kfz, ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) sowie in
Teilen unübersichtliche Verkehrsführung aus. Vor allem im Umfeld der Vogesenallee – einer
der Hauptverkehrsachsen im Rodgebiet – kommt es regelmäßig zu Rückstau,
Unübersichtlichkeit und Situationen, die insbesondere für schwächere Verkehrsteilnehmende
(Schüler, Radfahrer, Seniorinnen und Senioren) als unzureichend sicher empfunden werden.

Die genannten Kreuzungen liegen zudem in unmittelbarer Nähe zu Bildungseinrichtungen,
Wohnquartieren und Gewerbestandorten, was ein erhöhtes Aufkommen an Ziel- und
Quellverkehr mit sich bringt. Die geplante städtebauliche Weiterentwicklung in Teilen des
Rodgebiets und die bereits in Kraft gesetzte Sanierungssatzung
Dillweißenstein/Südweststadt bilden den geeigneten Rahmen, um die genannten Stellen
verkehrsplanerisch neu zu bewerten.

Wir bitten um Prüfung insbesondere folgender Aspekte:

  •  Verkehrsmengen und Unfallgeschehen an den genannten Kreuzungen
  • Technische Machbarkeit und Platzverhältnisse für Kreisverkehre
  • Verfügbare städtebauliche oder förderrechtliche Mittel im Zusammenhang mit
    dem Sanierungsgebiet
  • Vergleich mit alternativen Maßnahmen (Querungshilfen, Ampelanlagen, bauliche
    Entschärfungen)

Ziel des Antrags ist eine strukturelle Verbesserung der Verkehrsführung im
Rodgebiet durch gezielte, zukunftsfähige Maßnahmen, die sowohl dem Verkehrsfluss
als auch der Sicherheit im öffentlichen Raum dienen.

Prüfung einer alternativen Standortverlagerung der Pforzheim Galerie und des Technischen Museums in das Gebäude der ehemaligen C&A-Filiale am Marktplatz (Bezug: Vorlage S 0562)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Boch,

vor dem Hintergrund der Mitteilungsvorlage S 0562 vom 15.09.2025, in der die Verwaltung
nach eingehender Prüfung von einer Verlagerung der Pforzheim Galerie in die
Schlossberghöfe Abstand nimmt, beantragt die Fraktion der bürgerlichen Allianz Pforzheim
die Prüfung und Einleitung einer alternativen Standortverlagerung der Pforzheim Galerie
sowie des Technischen Museums der Schmuck- und Uhrenindustrie in das leerstehende, im
städtischen Eigentum befindliche Gebäude der ehemaligen C&A-Filiale am Marktplatz.

Begründung:

1. Anlass und Bezug zur Vorlage S 0562:
In der genannten Mitteilungsvorlage hat die Verwaltung dargelegt, dass die Schlossberghöfe
aufgrund unzureichender baulicher Voraussetzungen (insbesondere der fehlenden lichten
Raumhöhe) sowie erheblicher, den städtischen Haushalt langfristig belastender Mehrkosten
nicht als geeigneter Standort für die Pforzheim Galerie in Betracht kommen.
Daher erscheint es sachgerecht, alternative, bereits im städtischen Eigentum befindliche
Immobilien mit geeigneterer Raumstruktur und wirtschaftlicherer Perspektive zu prüfen.

2. Zentralität und Sichtbarkeit:
Das Gebäude der ehemaligen C&A-Filiale befindet sich in exponierter Innenstadtlage an der
Östlichen Karl-Friedrich-Straße und steht seit dem Auszug des Unternehmens im Januar
2024 leer. Aufgrund seiner Lage, Größe und städtischen Eigentümerschaft bietet sich das
Gebäude für eine kulturelle Nutzung mit hoher öffentlicher Sichtbarkeit und
Frequenzwirkung besonders an.

3. Synergie von Kunst und Technik:
Die Pforzheim Galerie (derzeit im Kollmar & Jourdan-Haus) und das Technische
Museum der Schmuck- und Uhrenindustrie könnten im C&A-Gebäude in einem
gemeinsamen Konzept zusammengeführt werden. Dies würde eine sinnvolle
Bündelung kultureller Angebote ermöglichen und Synergien im Betrieb schaffen –
etwa durch gemeinsame Service- und Verwaltungsstrukturen, Marketing und
Kassenführung.

4. Beitrag zur Innenstadtbelebung:
Eine kulturelle Nutzung dieser zentralen Immobilie würde dem bestehenden
Leerstand entgegenwirken, die Aufenthaltsqualität steigern und die Innenstadt als
kulturellen Begegnungsraum nachhaltig stärken.

Vorgeschlagene Prüfungspunkte:

  • Welche Flächen im Gebäude sind für eine kombinierte kulturelle Nutzung
    geeignet (z. B. Galerie im Erdgeschoss, Museum oder Verwaltung in den
    Obergeschossen)?
  • Welche baulichen, brandschutztechnischen und klimatischen Anpassungen sind
    erforderlich?
  • Welche Kosten entstehen für Umbau, Betrieb und Unterhalt, und in welchem
    Zeitraum wäre eine Realisierung möglich?
  • Welche organisatorischen und betrieblichen Synergien lassen sich erzielen?

 

Die Fraktion der bürgerlichen Allianz Pforzheim sieht im Gebäude der ehemaligen
C&A-Filiale eine realistische, wirtschaftlich tragfähige und städtebaulich sinnvolle
Alternative zur nicht weiterverfolgten Option Schlossberghöfe (vgl. Vorlage S 0562)
und bittet daher um eine entsprechende Prüfung sowie Berichtsvorlage zur
Machbarkeit.